Bezirksverband in tiefer Trauer

Der Bezirksverband trauert um ihren Ehrenbezirksbundesmeister Günther Hecker, der im Alter von 73 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist. Günther Hecker wurde 1965 Mitglied in der Schützenbruderschaft Wewer und war seit dem Jahr 1976 in verantwortungsvollen Funktionen aktiv. Von 1976 bis 1977 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Schatzmeisters. Daran anschließend folgten elf Jahre Vorstandsarbeit in der 2. Kompanie, der heutigen Warthe-Kompanie der Schützenbruderschaft, zunächst als stellvertretender Hauptmann und schließlich für neun Jahre als Hauptmann. Im Jahre 1990 folgte der Wechsel in den Bataillonsvorstand, in dem Günther Hecker zunächst zum Oberstleutnant und im Jahre 1991 zum Oberst gewählt wurde. Als Dank und in Anerkennung seiner Verdienste um die Schützenbruderschaft wurde er 2010 zum Ehrenoberst ernannt, nachdem er 19 Jahre lang die Verantwortung als Vorsitzender für seine Schützenbruderschaft getragen hat.

Einhergehend mit dieser beeindruckenden Schützenlaufbahn in hohen und höchsten Ämtern, liest sich auch die Liste der Ehrungen und Auszeichnungen, die Günther Hecker im Laufe seiner ehrenamtlichen Tätigkeit verliehen wurden. Im Jahre 1993 erhielt er das St. Sebastianus-Ehrenkreuz und im Jahre 1999 das Schulterband zum St. Sebastianus-Ehrenkreuz. Es folgte im Jahre 2010 das St. Sebastianus-Ehrenschild als Anerkennung für seine Verdienste, um Glaube, Sitte und Heimat im Schützenwesen. Im Jahr 2018 folgte dann die Auszeichnung mit dem Goldenen Stern zum St. Sebastianus-Ehrenkreuz.

Schon während seiner Amtszeit als Oberst in Wewer war Günther Hecker viele Jahre stellvertretender Bezirksbundesmeister im Bezirksverband Paderborn-Stadt. Im Jahre 2010 übernahm er nahtlos die Verantwortung im Bezirk und wurde in das Amt des Bezirksbundesmeister gewählt, dessen Geschicke er bis 2019 lenkte.

Weitere Leuchttürme in der Zeit von Günther Hecker als Oberst in Wewer waren die Berufung eines Verwaltungsrates für die Schützenbruderschaft Wewer Mitte der 90er Jahre sowie die intensive Pflege der Freundschaften zu den benachbarten Schützenbruderschaften und Vereinen. Besonders zu erwähnen sind hier die Verbundenheit zum alten Kirchenamt Borchen und zur Western-Kompanie im Paderborner-Bürger-Schützenverein von 1831 e.V., in der er seit dem Jahre 2003 Ehrenmitglied ist. Darüber hinaus förderte und pflegte Günther Hecker die Freundschaft der Schützenbruderschaft Wewer zur Marktgemeinde Tamsweg im österreichischem Lungau. Durch seine engen Verbindungen zu den dortigen Bürgerschützen und der Bürgermusik, durch die gegenseitigen Besuche zu den verschiedensten Anlässen und Jubiläen, konnte er diese freundschaftlichen Verbindungen stetig vertiefen. Als jemand, der diese Freundschaft lebte, sowie durch die Organisation der zahlreichen Fahrten ins Lungauer Land erhielt, wurden Ihm hohe Auszeichnungen der dortigen Verbände zuteil.

Unter anderem widmete die Bürgermusik Tamsweg ihm den „Günther-Hecker-Marsch“, welchen er selbst bei einem dortigen Besuch anlässlich seines 70. Geburtstages dirigierte.

Die Jugend lag Günther Hecker besonders am Herzen. Er initiierte 1990 den erneuten Versuch zur Gründung der Jungschützenabteilung in Wewer. Heutzutage eine Selbstverständlichkeit, aber damals ein couragiertes Unterfangen. Die Jungschützen in Wewer danken es ihrem Gründer durch die Ehrenmitgliedschaft. Ebenso konnten alle Abteilungen der Schützenbruderschaft auf die Unterstützung durch Günther Hecker bauen. Sein offenes Ohr half den Verantwortlichen der Fahnenschwenkerabteilung, den Vorständen der Schießabteilungen sowie den Musikabteilungen im Ort in guten aber vor allem auch in schlechten Zeiten. Die Musikkapelle Wewer e.V. ernannte Günther Hecker 2002 zu ihrem ersten Ehrenmitglied.

Zur Bundeswehr am Standort Augustdorf hatten die Weweraner Schützen während des Kommandos von Günther Hecker enge Beziehungen, was durch die beurkundete Patenschaft zur 3. Kompanie des Panzeraufklärungsbataillons 7 (3./PzAufklBtl 7) zum Ausdruck kam. Im Jahre 2001 wurde er für seine Verdienste mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Silber ausgezeichnet.

Der Höhepunkt seiner Amtszeit als Schützenoberst war das Festjahr zum 100jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft Wewer.

Aber auch in zivilen Bereichen war Günther Hecker unermüdlich tätig. Die Dorffeste in Wewer unter dem Namen „Zwetschenfest in Wawuri“ zu Anfang der 90iger Jahre, wurden von ihm federführend mitorganisiert und durchgeführt. Seine unverwechselbare Handschrift tragen auch die Erweiterung und der Ausbau des Bürgerhauses in Wewer, dessen Trägerverein, dem „Bürgerhaus Wewer e.V.“, vertrat er als Vorsitzender bis 2019 und wurde im Anschluss zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Auch im Dorfrat war Günther Hecker über viele Jahre aktiv. Wie selbstverständlich vertrat er dort nicht nur die Interessen seiner Schützenbruderschaft, sondern begleitete Entscheidungen dieses Gremiums zum Wohle der Gemeinschaft im Ortsteil Wewer.

Sein soziales Engagement zeigte Günther Hecker beispielsweise auch durch die Gründung des Sozialfonds innerhalb der Schützenbruderschaft. Damit ermöglichte er die Unterstützung in Not geratener Mitbürgerinnen und Mitbürger stillschweigend. Unvergessen sind aber auch sein Einsatz als Sitzungspräsident des KC11 Karnevals der Initiative „Hilfe für das schwerst- und krebskranke Kind“.

Niemand aus Wewer hat regional wie überregional einen so hohen Bekanntheitsgrad und genießt wie Günther Hecker überall höchste Wertschätzung. Kein anderer Name ist in Wewer so eng mit dem Schützenwesen verbunden wie seiner. Er wird eine große Lücke in unseren Reihen hinterlassen. Der Bezirksverband wird ihrem verstorbenen Ehrenoberst, Schützenbruder und Freund stets ein würdiges Andenken bewahren.

Bezirksprinzen aus Elsen und Wewer

Am heutigen Samstag, den 25.01. war das Bezirksprinzenschießen des Bezirksverbands Paderborn-Stadt. Gastgebene Bruderschaft war die St. Hubertus Schützenbruderschaft aus Elsen. Auf dem Schießstand konnten Maximilian Leifeld von der St. Johannes- und St. Hubertus-Schutzenbruderschaft Wewer und Hendrik Gubitz von der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Elsen einen kühlen Kopf und ein ruhiges Händchen beweisen. Mit 27 Ringen wurden Maximilian Leifeld neuer Bezirksjugendprinz und mit 28 Ringen hatte Hendrik Gubitz die Nase bei den Schülern vorn. Beide vertreten damit den Bezirksverband bei den Schießwettbewerben auf dem Diözesanjungschützentag am 09. Mai in Mantinghausen. Hier alle Ergebnisse im Überblick:

Schülerprinzenschießen:

  1. Hendrik Gubitz, Elsen, 28 Ringe
  2. Romy Rolmer, Schloß Neuhaus, 28 Ringe
  3. Juline Brammann, Wewer, 26 Ringe
  4. Mia Schiller, Benhausen, 25 Ringe

Jugendprinzenschießen:

  1. Maximilian Leifeld, Wewer, 27 Ringe
  2. Philipp Schlenger, Elsen, 23 Ringe
  3. Sebastian Schröder, Schloß Neuhaus, 21 Ringe
  4.  Robert Neufeld, Benhausen, 20 Ringe

 Mannschaft: 

  1. St. Hubertus-Schützenbruderschaft. 1921 Elsen, 422 Ringe
  2. Bürger-Schützen-Verein Schloß Neuhaus 1913 – St. Henricus-Bruderschaft, 398 Ringe